Und Gott schaut weg

Roman von Detlef Zander

Detlev Zander hat mehr als zehn Jahre seines Lebens im Kinderheim der Evangelischen Brüdergemeinde bei Stuttgart verbracht. Sein ganzes Leben wurde er von den dort erlebten Misshandlungen und unzähligen Vergewaltigungen geprägt. Die Folgen sind bis heute spürbar als Beeinträchtigungen seiner Gesundheit und Verlust der Berufsfähigkeit. Detlev Zander hat die Vergangenheit der Korntaler Einrichtung ans Licht gebracht. Er hat den Beginn der Aufarbeitung erzwungen und durch seine Initiative wurde der Verein Netzwerk BetroffenenForum e.V. gegründet.

Die Aufarbeitung soll die tatsächlichen Geschehnisse öffentlich machen. Seine eigenen Erlebnisse und die vieler seiner Mitstreiter hat Detlev Zander hingegen in dem vorliegenden Roman verarbeitet und bewusst die Form einer fiktiven Geschichte gewählt.

Auszug Amazon

„Dieser Roman schildert die Geschichte eines Heimkindes in den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Deutschlands. An fiktiven Orten und mit fiktiven Personen wird dem Leser erzählt, wie dieses Kind eine evangelische Heimerziehung erlebt hat. Oben wurde gebetet, in den Kellern wurde gefoltert. Den Kindern wurden moralische Grundregeln eingeprügelt, während viele der Verantwortlichen sich ein System der Bereicherung bis hin zum Kinderhandel geschaffen hatten. Ein erschütterndes Buch, das den vielen noch lebenden Opfern dieses Systems Mut machen soll, auch ihre eigene Vergangenheit zu erzählen, die Scham zu überwinden, an die Öffentlichkeit zu gehen und die Namen der Täter zu nennen.“

Von der Kirche missbraucht: Meine traumatische Kindheit im Internat der Regensburger Domspatzen und der furchtbare Skandal

Buch von Alexander J. Probst

Alexander J. Probst erleidet im katholischen Internat der weltberühmten Regensburger Domspatzen das schrecklichste Schicksal, das einem Kind zustoßen kann: Im Alter von nur acht Jahren wird er mehrfach missbraucht. Missbraucht von jenen, die Tugend predigen. Mit in der Verantwortung: Domkapellmeister Georg Ratzinger, Bruder des späteren Papst Benedikt XVI. Erst als sich Alexander mit elf Jahren seinem Vater offenbart, wird er befreit. Lange Jahre unterdrückt er das erlittene Trauma, doch kurz vor seinem 50. Geburtstag bricht er zusammen. Er beschließt, Gerechtigkeit zu fordern. Wieder muss er ein Trauma erleiden – dieses Mal durch Leugnung und Verunglimpfung. Doch Alexander J. Probst gibt nicht auf und zwingt die Kirche an den runden Tisch. Als erstes Opfer enthüllt er in diesem Buch seine komplette Leidensgeschichte mit all ihren Auswirkungen. Schonungslos und aufrüttelnd wirft er Licht auf den ganzen Skandal, der zwischen 1953 und 1992 über 400 junge Leben zerstört hat.

Verwahrlost und gefährdet?

Buch von Nastasja Pilz / Nadine Seidu / Christian Keitel (Hrsg.)

Schwester L. Diakonisse der Aidlinger Schwesternschaft vom Kinderheim Flattichhaus, der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal verübte keinen spektakulären sexuellen Missbrauch , es geht um die alltägliche Gewalt, den Sadismus, den sie ausübte und die emotionale Vernachlässigung. Es wird unter anderem beschrieben, dass die Kinder jeden Abend ohne konkreten Anlass von der Schwester L. mit einem eigens dafür in heißem Wasser erhitzten Kleiderbügel verprügelt wurden und dass die stellvertretende Heimleiterin sie dabei unterstützte.

Die Opfer der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal leiden bis heute an den Folgen der unerträglichen Misshandlungen!

Auszug Kohlhammer

„Einmal Heimkind – immer Heimkind? Diese Frage stellen sich bundesweit etwa 800.000 Menschen, die in der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren in Heimen aufgewachsen sind. Auch in Baden-Württemberg gab es über 600 Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche vor Verwahrlosung und Gefährdung geschützt werden sollten. Während für einige das Heim die Rettung vor unzumutbaren Familienverhältnissen bedeutete, begann für andere ein Spießrutenlauf aus Einschüchterung und Gewalt. Die Begleitpublikation zur gleichnamigen Wanderausstellung leistet einen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschehnisse in baden-württembergischen Kinderheimen und gibt einen Überblick über verschiedene Fragestellungen zum Thema Heimerziehung. Zeitzeugenberichte ergänzen die Darstellung durch die Sicht von ehemaligen Heimkindern und einer Erzieherin.“