Unterschiedliche Dokumente

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21. Juni 2017
idea

„Report Mainz“ weist Vorwurf der tendenziösen Berichterstattung zurück

Korntal (idea) – Das ARD-Magazin „Report Mainz“ hat Vorwürfe zurückgewiesen, es habe in seiner Sendung am 30. Mai zu den Missbrauchsfällen zwischen den 1950er und 2000er Jahren in den Einrichtungen der Brüdergemeinde Korntal den Inhalt eines gezeigten Dokumentes verfälscht wiedergegeben. Der gelernte Heimerzieher Martin Fitz (Korntal) hatte gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea kritisiert, dass in dem Beitrag ein teilweises geschwärztes Schriftstück eingeblendet wurde, auf dem Folgendes zu lesen war: „Patenfamilien-Vermittlung … Name: von G_ 34 J und G_ 35 J. … Wunsch: 1 Mädchen zu der 6-jährigen Tochter passend, diese kommt nächstes Jahr in die Schule … Familie ist vielseitig interessiert … Wandern …“ In dem Zusammenhang habe der Reporter gesagt: „Beispielsweise hätte ein Mann gern gelegentlich ein kleines Mädchen zwischen fünf und zehn Jahren.“ Wie der Chef vom Dienst des Magazins, Adrian Peter (Mainz), mitteilte, ist bei dem erwähnten Satz ein anderes Dokument gezeigt worden, „nämlich ein Brief von einem Mann an das Kinderheim ‚Hoffmannhaus’“. Hier seien die Zitate aus dem Brief auch deutlich im Bild zu sehen. Peter: „Möglicherweise ist der Eindruck entstanden, es handele sich um das ein- und dasselbe Dokument. Dagegen spricht jedoch die optische Unterscheidung.“ Während es sich bei dem ersten Schriftstück um ein Formblatt handele, das handschriftlich ausgefüllt wurde, sei das zweite ein mit Schreibmaschine verfasster Text. Laut Peter hat niemand in dem Beitrag bestritten, dass Kinder in Patenfamilien auch „ganz andere, gute Erfahrungen gemacht haben“. Der Film habe die Erfahrungen von zwei Zeitzeugen wiedergegeben und Hinweise aus den ausgewerteten Akten, dass es sich um mehr als die zwei Fälle gehandelt haben könnte.

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